Wissenswertes über das Herstellen von Naturseife


Die richtige Ölmischung macht's

 

Jedes Öl bewirkt andere Eigenschaften in der entstandenen Seife. So gibt es manche Öle, die für die Schaumbildung wichtig sind und wiederum andere, die für die Härte der Seife essentiell sind. Ich verwende für meine Naturseifen hochwertige Öle und Fette wie Macadamianussöl, süßes Mandelöl, Lorbeeröl, Kakaobutter oder Sheabutter. Die richtige Mischung herauszufinden dauert hierbei manchmal Jahre.

Meine Seifen entstehen durch das besonders milde Kaltrührverfahren. Hierbei bleiben alle guten Eigenschaften der Öle erhalten und stehen später zur Pflege zur Verfügung. Die festen Fette werden dabei sanft im Wasserbad geschmolzen und zu den flüssigen Ölen dazu gegeben. Diese Ölmischung wird mit der Natronlauge vermischt, wobei man vorher sehr genau ausrechnen muss wie viel Natronlauge meine Öle in Seife umwandelt. Damit die Seife am Ende so wunderbar pflegend ist, berechnet man die Natronlauge so, dass ein Teil des Öls nicht in Seife umgewandelt wird - so entsteht die sogenannte Überfettung. Meine Seifen haben eine Überfettung von 9 Prozent (die Duschbutter sogar sagenhafte 35 Prozent) - das heißt 9 Prozent der Fette und Öle wurden nicht zu Seife und dienen der Pflege der Haut.

Und nun heißt es geduldig rühren, rühren und nochmals rühren bis eine puddingartige Konsistenz entsteht, dann ist die Seife fertig zum Abfüllen in die jeweiligen Formen.

 

Die Seife entsteht

 

Nachdem man die Seife beduftet, gegebenenfalls gefärbt, mit Kräutern und weiteren möglichen Inhaltsstoffen versehen hat, kann sie nun in die Seifenformen gegossen, geschichtet oder geswirlt werden. Und nun beginnt der schwierigste Teil der Seifenherstellen, man muss: WARTEN. :o) Je nach Seifenzusammensetzung vergeht unterschiedlich viel Zeit bis die Seife ausgeformt werden kann. Und das ist das jedes Mal ein bisschen kribbelig, da man auch nach jahrelanger Siedeerfahrung nie zu 100 Prozent sagen kann ob alles so geworden ist wie man sich das vorher vorgestellt hatte. Dies gilt vor allem für bestimmte Farben und Muster in einer Seifenblockform. Jedes angeschnittene Seifenstück kann hier ein neues tolles Muster ergeben. Deshalb ist auch jedes Stück Seife ein einmaliges Unikat, welches kein Zweiter haben wird.

Der Reifeprozess

 

Nun dürfen meine Seifen für mindestens 6 Wochen an einem trockenen luftigen Ort reifen. Dies dient dazu, dass die Seife milder wird, das heißt der PH-Wert sinkt und geht mehr in den basischen Bereich. Außerdem werden die Seifen dadurch härter, da sie an Flüssigkeit verlieren. Der Schaum wird mit der Zeit ebenfalls üppiger (z. B. bei Olivenölseifen).

Nun werden die Seifen noch von Hand von mir verpackt und sind fertig für den Versand.